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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Deutsche Wohnen SE hat sich im Geschäftsjahr 2017 weiter positiv entwickelt, konnte erneut wesentliche Kennzahlen verbessern und profitierte von einem weiterhin dynamischen Marktumfeld insbesondere in den Core+- und Core-Regionen. Dies zeigt sich auch im besten Like-for-like-Mietwachstum der Unternehmensgeschichte.

Der Konzerngewinn konnte auf EUR 1,8 Mrd. gesteigert werden, dies insbesondere getragen von der Aufwertung des auf Metropolregionen und Ballungsräume fokussierten Portfolios. Zugleich konnte die Finanzierungsstruktur weiter verbessert und der Verschuldungsgrad des Konzerns als Ausdruck der konservativen Finanzierungspolitik auf unter 35 % gesenkt werden.

Die positive Aktienkursentwicklung und die guten Ratings seitens Standard & Poor‘s sowie Moody’s bestätigen die nachhaltige Erfolgsstrategie des Unternehmens.

Die durch die Hauptversammlung am 2. Juni 2017 beschlossene Umwandlung der Gesellschaft in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) wurde am 31. Juli 2017 im Handelsregister eingetragen.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung, Deutschem Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wie in den Vorjahren mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Außerdem war er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftspolitik, der Unternehmensplanung und -strategie, der Lage des Unternehmens einschließlich der Chancen und Risiken, des Gangs der Geschäfte, des Risikomanagements sowie der Compliance. Abweichungen zwischen tatsächlicher und geplanter Entwicklung wurden umfassend erläutert. Bedeutende Geschäftsvorgänge wurden vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen der Aufsichtsratsvorsitzende und weitere Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und besprachen wesentliche Themen. Diese betrafen unter anderem die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2017 erörterte der Aufsichtsrat in elf Sitzungen, davon viermal in Form einer Telefonkonferenz, die aktuelle Geschäftsentwicklung, wichtige Einzelvorgänge und zustimmungspflichtige Geschäfte. Soweit erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat in den einzelnen Sitzungen nach jeweils eingehender Prüfung und ausführlicher Erörterung die erbetenen Zustimmungen. Die Beschlussfassung zur Fassungsänderung der Satzung angesichts der im Jahr 2016 erfolgten Ausgabe von Aktien der Gesellschaft an außenstehende Aktionäre der GSW Immobilien AG erfolgte zudem am 23. Januar 2017 im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens. Die durchschnittliche Präsenzquote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats lag bei 96,1 %. Im Berichtsjahr konnten Herr Hünlein an zwei Sitzungen und Herr Wisser an einer Sitzung nicht teilnehmen; ansonsten waren stets alle Aufsichtsratsmitglieder anwesend. An der Sitzungsteilnahme verhinderte Mitglieder haben zudem teils durch Stimmbotschaft an den Beschlussfassungen mitgewirkt.

Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit bildeten im Berichtsjahr die Geschäftsplanung und die Geschäftsentwicklung der Deutsche Wohnen SE, Maßnahmen zur (Re-)Finanzierung, die Unternehmensstrategie, die SE-Umwandlung, die Akquisitionsvorhaben und die Integration der Zukäufe.

Regelmäßig und intensiv wurde über die Geschäftsentwicklung in den Segmenten Wohnungsbewirtschaftung, Verkauf, Pflege und Betreutes Wohnen sowie die Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns beraten. Zudem standen die Überprüfung und Beratung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Deutsche Wohnen Gruppe im Fokus der Aufsichtsratstätigkeit.

In seiner Sitzung am 26. Januar 2017 (Telefonkonferenz) befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit dem Akquisitionsprojekt Epicure (rund 4.000 Wohneinheiten in Berlin) und stimmte dem Ankauf in der vorgeschlagenen Erwerbs- und Finanzierungsstruktur zu. Aus dem Prüfungsausschuss wurde zum Stand und Ablauf der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2016 berichtet.

In der Sitzung am 16. Februar 2017 (Telefonkonferenz) befasste sich der Aufsichtsrat mit Finanzierungsthemen, insbesondere Kapitalerhöhung, Emission einer Wandelschuldverschreibung und dem Rückkaufangebot für die in 2013 ausgegebene Wandelschuldverschreibung.

In der Sitzung am 13. März 2017 hat sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit den Berichten aus den Sitzungen der Ausschüsse, dem Jahres- und Konzernabschluss 2016 sowie mit Vorstandsangelegenheiten befasst. Für die Beratungen zum Jahresabschluss 2016 waren Vertreter des Abschlussprüfers anwesend und erläuterten Positionen und Ansätze in den Jahresabschlüssen des Unternehmens und des Konzerns. Weitere Kernthemen waren aktuelle Projekte, der Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer, die Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats und der Corporate-Governance-Bericht.

Im Mittelpunkt der Sitzung am 7. April 2017 (Telefonkonferenz) standen die geplante Umwandlung der Gesellschaft in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE), die Anpassung der Aufsichtsratsvergütung, Vorstandsangelegenheiten sowie die Verabschiedung der Tagesordnung und der Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung.

Schwerpunkte der Sitzung des Aufsichtsrats am 5. Mai 2017 bildeten die Berichterstattung aus dem Prüfungsausschuss und der Bericht zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2017.

In der Sitzung am 2. Juni 2017 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den Beschlussvorschlägen zur Hauptversammlung am 2. Juni 2017 befasst.

Kerninhalte der Sitzung am 14. Juli 2017 bildeten die Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017, Finanzierungsthemen, das Risikomanagement, die Festlegung von Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Aufsichtsrat und Vorstand sowie die SE-Umwandlung.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der Deutsche Wohnen SE am 14. Juli 2017 wurden der Vorsitzende sowie der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats gewählt, die Ausschüsse gebildet und ihre Vorsitzenden gewählt, der Vorstand bestellt, die Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Vorstand verabschiedet sowie eine Satzungsanpassung beschlossen.

Schwerpunkt der Sitzung am 21. September 2017 (Telefonkonferenz) war die Befassung mit Finanzierungsthemen, insbesondere die Emission einer Wandelschuldverschreibung und das Rückkaufangebot für die in 2014 ausgegebene Wandelschuldverschreibung.

In der Sitzung am 8. November 2017 standen im Wesentlichen Berichte aus den Ausschüssen, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens auf Basis des Berichts zum dritten Quartal 2017, Vorstandsangelegenheiten (u.a. Überarbeitung des Vergütungssystems, Geschäftsverteilung für den Vorstand) und laufende Akquisitionsprojekte im Mittelpunkt.

In der Sitzung am 19. Dezember 2017 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2018, Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten und dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst sowie die gemeinsam mit dem Vorstand abzugebende Entsprechenserklärung verabschiedet. Weitere Themen waren die Nichtfinanzielle Konzernerklärung im Rahmen der Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2017 und die Beauftragung der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit der betriebswirtschaftlichen Prüfung der Nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie Akquiseprojekte im Segment Pflegeimmobilien.

Effiziente Arbeit in vier Ausschüssen des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat Ausschüsse gebildet, die jeweils mit drei Mitgliedern besetzt sind und deren Bedarf und Tätigkeit er im Berichtsjahr laufend bewertet.

Im Einzelnen bestanden im Berichtsjahr folgende vier Ausschüsse:

  • Präsidialausschuss,
  • Nominierungsausschuss,
  • Prüfungsausschuss und
  • Akquisitionsausschuss,

deren Aufgaben detaillierter im Corporate-Governance-Bericht ab Seite 9 dargestellt werden.

Grundsätzlich werden in den Ausschüssen die Beschlüsse des Aufsichtsrats und Themen, die im Aufsichtsratsplenum zu behandeln sind, vorbereitet. Soweit gesetzlich zulässig, wurden einzelnen Ausschüssen durch die Geschäftsordnung oder durch Beschlüsse des Aufsichtsrats Entscheidungsbefugnisse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über die Inhalte und Ergebnisse abgehaltener Ausschusssitzungen.

Der Präsidialausschuss tagte sechsmal im Berichtsjahr. Inhalt der vier als Telefonkonferenzen durchgeführten Sitzungen im Februar und September 2017 waren Finanzierungsthemen. Themen der Sitzung im März 2017 waren insbesondere Beratungen und Beschlussfassungen beziehungsweise Empfehlungen zu Vorstandsangelegenheiten (Vertragsangelegenheiten, Vergütungsfragen). Im Oktober 2017 beriet der Ausschuss insbesondere die Überarbeitung des Vorstandsvergütungssystems und beschloss die Empfehlung einer Vergütungsanpassung.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr viermal, davon einmal in Form einer Telefonkonferenz. In diesen Sitzungen wurden die perspektivische Nachfolgeplanung im Aufsichtsrat und Anforderungsprofile beraten, Vorschläge zur Aufstellung von Kandidaten für die Aufsichtsratswahl erarbeitet und dem Aufsichtsratsplenum als dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung empfohlen.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) traf sich im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen, in denen er die für ihn relevanten Gegenstände der Aufsichtsratsarbeit behandelte. Dazu zählten insbesondere die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte der Deutsche Wohnen SE sowie die Erörterung des Risikomanagementsystems. Er sprach dem Aufsichtsrat eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 aus, holte dessen Unabhängigkeitserklärung ein, überwachte dessen Tätigkeit und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses verfügen über Sachverstand und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Ausschussvorsitzende, Herr Dr. Andreas Kretschmer, erfüllt alle Maßgaben des § 100 Abs. 5 AktG.

Der Akquisitionsausschuss tagte im Berichtsjahr in einer Sitzung, die als Telefonkonferenz abgehalten wurde. Gegenstand dieser Sitzung war insbesondere das Ankaufsprojekt Epicure (Wohnimmobilienportfolio).

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen Corporate-Governance-Standards fortlaufend beobachtet und erörtert. Auf den Seiten 9 bis 14 in diesem Geschäftsbericht werden umfassende Informationen zur Corporate Governance im Unternehmen, einschließlich der Struktur und der Höhe der Aufsichtsrats- und Vorstandsvergütung, dargelegt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der für das Berichtsjahr geltenden Fassung und die Umsetzung dieser Anforderungen erörtert. Sie haben ihre aktualisierte gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG im Dezember 2017 verabschiedet und auf der Website des Unternehmens dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung kann unter Entsprechenserklärung eingesehen werden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE zum 31. Dezember 2017 und der Konzernabschluss nebst dem zusammengefassten Lagebericht der Gesellschaft wurden von dem durch die ordentliche Hauptversammlung am 2. Juni 2017 bestellten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der Deutsche Wohnen SE und der Konzernabschluss, der zusammengefasste Bericht über die Lage der Deutsche Wohnen SE und des Konzerns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Aufstellung zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer hat an den die Bilanz-Aufsichtsratssitzung vorbereitenden Sitzungen des Prüfungsausschusses am 21. Februar 2018 und am 8. März 2018 teilgenommen. Er hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und ergänzende Auskünfte erteilt. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts der Gesellschaft hat der Prüfungsausschuss nach eingehender Erörterung zugestimmt.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 8. März 2018 umfassend über den Jahresabschluss und die Abschlussprüfung berichtet. Zudem erläuterte der Abschlussprüfer die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand den Aufsichtsratsmitgliedern für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, die Nichtfinanzielle Konzernerklärung, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sorgfältig geprüft. Es haben sich keine Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat daraufhin der Empfehlung des Prüfungsausschusses entsprechend den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der festgestellte Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn aus. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2018 wird daher eine Beschlussfassung über die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,80 je gewinnberechtigte Aktie vorsehen. Zudem erwägen Vorstand und Aufsichtsrat, den Aktionären die Möglichkeit anzubieten, die Dividende wahlweise in bar zu erhalten oder teilweise in Aktien umzuwandeln.

Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand

Da die Amtszeit von Herrn Wolfgang Clement mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2017 endete, wurde von der Hauptversammlung am 2. Juni 2017 Herr Jürgen Fenk zum 1. Oktober 2017 in den Aufsichtsrat gewählt.

Im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2017 keine personellen Änderungen. Lars Wittan wurde im März zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zudem wurde die Geschäftsverteilung im Vorstand zum 1. Januar 2018 angepasst.

Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutsche Wohnen SE und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und ihre im Geschäftsjahr 2017 erbrachten Leistungen.

Berlin, im März 2018

Für den Aufsichtsrat

Uwe E. Flach