EmailMinusMobilPlusNavpfeilrunterNavpfeilrunterNavpfeilhochNavpfeillinksNavpfeilrechtsarrow_rightarrow_rightBurgermenuDownloadflogo-HexRBG-Wht-58_2FaxTelefonDokumentStandortLoginEmail_invertSucheicon_searchElement 1Schliessen

Sehr geehrte Aktionär:innen,

in unserem aktuellen Geschäftsbericht blicken wir nicht nur – wie so oft in den vergangenen Jahren – auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, sondern berichten auch von einem großen Meilenstein: Im November 2021 hat die breite Mehrheit unserer Aktionär:innen den Zusammenschluss mit der Vonovia SE unterstützt. Vor diesem Hintergrund wollen wir auch noch einmal die außergewöhnlich erfolgreiche vergangene Dekade der Deutsche Wohnen SE beleuchten.

Zusammenschluss mit Vonovia

Das prägendste und weitreichendste Ereignis im vergangenen Geschäftsjahr war ganz ohne Frage unser Zusammenschluss mit der Vonovia SE. Wir freuen uns, dass das verbesserte freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von Vonovia vom August 2021 auf große Zustimmung bei unseren Aktionär:innen gestoßen ist und letztlich zum Erfolg geführt hat. Heute hält Vonovia etwa 88 % der Stimmrechte an der Deutsche Wohnen. Vorstand und Aufsichtsrat hatten unseren Anteilseigner:innen nach sorgfältiger Analyse und Abwägung die Annahme des Angebots empfohlen, da wir den Preis von EUR 53 je Deutsche Wohnen-Aktie als sehr attraktiv empfunden haben.

Ein kombiniertes Unternehmen kann in Europa mit seiner Größe und Aufstellung neue Standards setzen und die Zukunft der Branche positiv mitgestalten. Klimaschutz, bedarfsgerechtes Wohnen und bezahlbarer Wohnraum sind gesellschaftliche Herausforderungen, die umfangreicher Investitionen bedürfen und gemeinsam besser geschultert werden können. Ein starker und verlässlicher Akteur kann in dem regulierten Umfeld des Immobilienmarkts verantwortungsvoll und im Sinne aller Stakeholder handeln und gleichzeitig die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben.

Stolz auf die vergangene Dekade

Die Deutsche Wohnen startet dieses neue Kapitel ihrer Unternehmensgeschichte aus einer Position der außerordentlichen Stärke heraus. Sie ist als Unternehmen mit einer klaren Strategie, einer hohen Portfolioqualität und einer starken Bilanz aufgestellt. Dies wird insbesondere deutlich, wenn wir die Entwicklung der vergangenen Jahre beleuchten: Seit dem 1. Januar 2011 konnte das Portfolio von 47.688 auf 151.200 Wohneinheiten ausgebaut werden. Der Fair Value des Portfolios ist in diesem Zeitraum von EUR 2,7 Mrd. auf EUR 27,6 Mrd. gestiegen. Seit dem 1. Januar 2011 hat die Aktie unseres Unternehmens um 278 % zugelegt und damit stärker als die der meisten Vergleichsunternehmen oder die Indizes MDAX, DAX und EPRA Europe. Legt man den Angebotspreis von EUR 53 je Aktie zugrunde, betrug die Kursentwicklung sogar 442 %. Als Beleg unserer starken Position am Kapitalmarkt sind wir in dieser Zeit zunächst in den MDAX und im Jahr 2020 sogar in den DAX aufgenommen worden. Der FFO I – Funds from Operations ohne Verkauf – ist von EUR 33 Mio. im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 553,6 Mio. im Geschäftsjahr 2021 angestiegen. Der Anstieg des FFO I je Aktie von EUR 0,40 auf EUR 1,54 belief sich auf 285%. Der NAV (Nettovermögenswert) je Aktie hat sich im selben Zeitraum von EUR 11,78 auf EUR 54,39 erhöht, der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value Ratio, LTV) konnte von 60,6 % auf unter 30 % reduziert werden.

Möglich gemacht haben diese Entwicklung unsere operativen und strategischen Erfolge. So haben wir in den vergangenen Jahren ein äußerst wertvolles Portfolio aufgebaut – mit einer deutschlandweiten Präsenz und einem Fokus auf Metropolregionen. Die kontinuierliche Aufwertung des Portfolios wird durch die Erhöhung der jährlichen Investitionen in den Bestand von EUR 45,6 Mio. auf EUR 343,4 Mio. unterstrichen.

Dies alles mündete auch in einem hohen Mehrwert für Sie, unsere Stakeholder: Laut einer aktuellen Umfrage sind rund 90 % unserer Mieter:innen zufrieden oder sehr zufrieden mit ihren Wohnungen. Wir stellen sozial integrative Lösungen zur Verfügung – unter anderem mit einem Fonds über EUR 30 Mio. und unserem Mieterversprechen. Unsere Mitarbeiterzahl1 ist von 340 auf 1.500 Personen angestiegen, wobei die Mitarbeiterzufriedenheit mit 84 % weiterhin sehr hoch ist.

Sehr gute finanzielle Aufstellung

Auch das vergangene Jahr war – trotz der anhaltenden und weiterhin belastenden Corona-Krise – erneut sehr erfolgreich für die Deutsche Wohnen: Die für uns maßgebliche Kennzahl FFO I – Funds from Operations ohne Verkauf – je Aktie ist mit EUR 1,54 pro Aktie stabil geblieben und der NAV (Nettovermögenswert) erhöhte sich um 4,7 % je Aktie. Der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value Ratio, LTV) bewegte sich mit 28,6 % auf einem sehr niedrigen Niveau. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) sank aufgrund von Abverkäufen um rund 12 % auf EUR 886,1 Mio. Damit haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt.

Auch operativ haben wir im vergangenen Jahr viele wichtige Meilensteine erreicht und dabei insbesondere die Weiterentwicklung unseres Portfolios an Wohn- und Pflegeimmobilien, die Ausweitung unserer Neubauaktivitäten sowie die weitere Stärkung unserer Bilanz erwirkt. Im Rahmen der Portfolioanpassungen ist insbesondere der Verkauf von rund 11.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten an das Land Berlin hervorzuheben. Diese Vereinbarung trafen wir im September 2021 mit den drei Landesgesellschaften HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, degewo AG und Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH. Mit dem Verkauf konnten wir unsere Rolle als vertrauensvoller Partner für das Land Berlin bekräftigen und zugleich die nachhaltige Qualität unseres Portfolios weiter verbessern.

Der Verkauf ist Teil des „Zukunfts- und Sozialpakts Wohnen“, den wir im Mai 2021 gemeinsam mit Vonovia und dem Berliner Senat vorgestellt haben. Er unterstreicht zugleich unser langjähriges Engagement für eine soziale und nachhaltige Wohnungswirtschaft. In diesem Zusammenhang ist auch unser branchenweit einzigartiges Mieterversprechen zu erwähnen. Durch diese freiwillige Selbstverpflichtung gehen wir deutlich über die rechtlichen Vorgaben hinaus und leisten einen ganz konkreten Beitrag zu maßvoller Mietenentwicklung. Unsere Mieter:innen müssen sich daher keine Sorgen um die Bezahlbarkeit der eigenen Wohnung als Folge von zukünftigen Mietanpassungen machen.

Ausdrücklicher Dank an alle Stakeholder

Insbesondere nach diesem bewegten Jahr 2021 ist es uns wichtig, allen unseren Stakeholdern ganz besonders herzlich zu  danken. Unsere  Mitarbeiter:innen haben all die genannten Erfolge erst möglich gemacht – und das in stürmischen Zeiten angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie sowie zuletzt im Rahmen des Zusammenschlusses mit Vonovia. Auch Ihnen, sehr geehrte Aktionär:innen, danken wir für Ihre anhaltende Unterstützung und Ihr Vertrauen! Wir freuen uns, dass Sie uns mit so einer überwältigenden Mehrheit auf dem Weg der Fusion unterstützt und begleitet haben.

Gemeinsam erfolgreich agieren

Nun gilt es, nach vorne zu blicken und die erfolgreiche Zukunft der Deutsche Wohnen gemeinsam mit Vonovia zu gestalten. Wir sind zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird.

Wie Sie sehen, ist die Deutsche Wohnen sehr gut aufgestellt – sowohl strategisch als auch finanziell. Dies ist insbesondere in diesen herausfordernden Zeiten von essenzieller Bedeutung. Die organische Erweiterung unseres Portfolios durch nachhaltige Neubauten in Märkten, die ein solides langfristiges Wachstum versprechen, ist dabei ein wesentlicher Baustein. Immobilienportfolios müssen qualitativ und nicht nur quantitativ wachsen.
          
Darüber hinaus müssen sich auch die Unternehmen der Immobilienwirtschaft verändern, sich auf Kundenzufriedenheit und Klimaschutz fokussieren. Auch in dieser Hinsicht sehen wir die Deutsche Wohnen hervorragend positioniert.

Auf das Geschäftsjahr 2022 blicken wir insofern optimistisch und erwarten eine solide Entwicklung der wichtigsten Unternehmenskennzahlen. Unsere Prognose sieht einen FFO I in Höhe von EUR 490 Mio. und weiteres NAV-Wachstum vor.

 

Berlin, März 2022

Mit freundlichen Grüßen

Konstantina Kanellopoulos
Co-Chief Executive Officer (Co-CEO) 
Lars Urbansky
Co-Chief Executive Officer (Co-CEO)
Philip Grosse
Chief Financial Officer (CFO) 
Olaf Weber
Designierter Chief Financial Officer (des. CFO)


1 Ohne Pflege und Betreutes Wohnen